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Energiemanagement an der Karlshochschule erleben

Der Beitrag der Solarthermie zu den Erneuerbaren am Beispiel Gemasolar

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Am 05.10.2011 erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Artikel über das innovative, im Mai letzten Jahres in Betrieb genommene Solar-Kraftwerk Gemasolar. Ich entschied mich dieses Kraftwerk in mein Essay einzubeziehen und mich mit dessen Einwirkung auf die Solarthermie zu beschäftigen. Im folgenden fasse ich meine Arbeit kurz zusammen.

Die Energie ist das Rückgrat der modernen Gesellschaft und schon lange nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Im Energiewandel von den fossilen Brennstoffen zu der erneuerbaren Energieerzeugung spielte die Solarthermie noch keine große Rolle, da nur in Form von großen CSP (Concentrated-Solar-Power)-Anlagen größere Mengen Strom produziert werden können. Diese können in Europa nur in sonnenreichen Ländern wie Spanien, Griechenland und Italien wirtschaftlich betrieben werden. Außerdem ist diese Technik sehr teuer und lange nicht so ertragreich wie Wind- oder Wasserkraftwerke.     

Genau an diesen Nachteilen versucht das Projekt Gemasolar anzuknüpfen und bietet mit der innovativen Flüssigsalz-Technologie eine Verbesserung gegenüber der konventionellen CSP-Technologie. Ein Solarthermie-Kraftwerk funktioniert wie ein Kohlekraftwerk, nur dass die nötige Hitze für die Dampferzeugung aus dem Wärmeträgermedium (konventionell: Öl) gewonnen wird, das durch von Spiegeln konzentrierte Sonnenstrahlen erhitzt wird. Beim Solarturmkraftwerk Gemasolar wird kein Öl sondern ein flüssiges Salzgemisch im Receiver des Solarturm erhitzt, das die Wärme besser überträgt und zwischengespeichert werden kann. Am Fuße des Turmes befindet sich ein Tank der 800MW/h Energie in Form von Wärme speichern kann, wodurch Schwankungen in der Stromproduktion (z.B. durch Wolken) ausgeglichen werden können. So kann bei Gemasolar nicht nur Tagsüber sondern auch 15h ohne Sonneneinstrahlung die Turbine mit 19,9MW  Leistung angetrieben werden.

25.000 Haushalte werden in Andalusien von Gemasolar mit Strom versorgt und somit 30.000 Tonnen COjährlich eingespart. Durch diese Verbesserungen stellt Gemasolar einen Fortschritt in der Technologie dar, der durchaus den Beitrag der Solarthermie zu den erneuerbaren Energien vergrößern kann.

Es war sehr interessant mich mit diesem Thema zu beschäftigen da es mir aufgezeigt hat, dass auch in heute schon angewendeten erneuerbaren Kraftwerken große Verbesserungspotenziale vorhanden sind. Diese müssen weiterhin mehr ausgeschöpft werden, um die erneuerbare Energie in Zukunft effizienter nutzen zu können.

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