Die Sommerexkursion unseres Studienganges EM geht nach Frankreich.
Genauer gesagt besuchen wir das Géothermie-Kraftwerk in Soultz-sous-Forêts und dasMusée Français du Pétrole.
Im Sommer 2008 nahm nahe dem elsäsisschen Ort Soultz-sous-Forêts erstmals ein geothermisches Kraftwerk den Probebetrieb auf, das die in Tiefengestein gespeicherte Wärme nutzt. Im Unterschied zu anderen Geo-Kraftwerken, die natürliches Heißwasser- oder Dampfvorkommen anzapfen, wurden bei dieser Anlage in 5000 m Tiefe vorhandene Risse und Spalten im 200°C heißen Granit durch Wasserinjektionen erweitert und zu einem geologischen Wärmetauscher verbunden. Aus der gewonnenen
Wärmeenergie wird dann an der Oberfläche Strom erzeugt. Witterungsunabhängig und rund um die Uhr steht der Strom in diesem geothermischen Kraftwerk zur Verfügung.
Die im Rahmen des europäischen mit mehr als 80 Mio. € geförderten Geothermie-Großprojektes gewonnen Erkenntnisse erlauben die flächenmäßige Anwendung der Geothermie, unabhängig von natürlichen Heißwasser- oder Dampfvorkommen. Siehe hierzu auch die Ausführungen
Das Museum Musée Français du Pétrole wurde am 9 Mai 1967 eingeweiht, nachdem die 1. Rohölförderstätte Europas geschlossen wurde. Im Museum werden die Zeugnisse der 500-jährigen europäischen Erdölindustrie bewahrt. Es werden Einblicke über die Herkunft des Erdöls, die Geologie des Rheinbeckens, das Abbauen des Erdölsandes in den Gruben, die Förderung durch Bohren und Pumpen, das Raffinerien gewährt.
Wir sind gespannt auf diese Kombination zwischen aktueller Energiegewinnung und der früheren Erdölgewinnung.
Cordula Braedel, Nurten Avci und Marc Beil
(Danke Dir Marc für die Organisation)
